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Philboy PhilGitarre, Gesang, Extreme Line Dancing Jeffchevsky
Gitarre, Gesang
Blitz
Lead-Gitarre
Mighty Mick
Kontrabass, Gitarre, Gesang, T-1000
Big Jim
Schlagzeug

Als am 17. Mai 1996 an der Käsetheke der Ackerhalle, Berlin, drei junge Männer über die letzten Scheiben Gouda mittelalt in Streit gerieten, konnte niemand ahnen, daß nach diesem Ereignis die Welt nicht mehr so sein würde wie zuvor. Bereits zwei Monate später standen die drei gemeinsam auf der Bühne und belebten ein Musik-Genre, dessen sich diverse Journalisten seit diesem legendären Konzert mit der ungenügenden Bezeichnung "Berlin Speed Country" zu nähern versuchen.

können mit diesem Begriff wenig anfangen", so der gutaussehende und äußerst charmante Frontman Philboy Phil in einem der seltenen Interviews, die der scheue aber eloquente Musiker während der Tournee 1998 durch Europa und die Subkontinente gewährte. "Für uns ist es einfach Maximum Country & Western. Wobei", der charismatische Virtuose kann sich ein Lächeln kaum verkneifen, "ich damit nicht unbedingt die Meinung der gesamten Band wiedergebe."
"Wir versuchen, aus allem das Maximum herauszuholen", bestätigt aber auch Big Jim, der geschmeidige Drummer, und dieses Erfolgsrezept beflügelt den geschäftstüchtigen Vollblutmusiker auch bei der Umsetzung seiner neuesten Geschäftsidee: "Big Jim's Yammy Yammy" - einer geschmackvollen Tütensuppenkollektion, deren Komposition der begnadete Hobbykoch eigenhändig kreierte.
"Country viel gutt - Western zu weich", so bringt es Jeffchevsky, Leadsänger und der heimliche Frauenschwarm der Gruppe, auf den Punkt. Wer die seltene Gelegenheit hatte, das wortkarge Gesangsgenie, das nebenher ein Gebrauchtwagenimperium nahe der Weißrussischen Grenze dirigiert, privat zu erleben, den verblüfft seine gewaltige Präsenz auf den namhaften Bühnen der Welt um so mehr.

das Gründungs-Trio scharten sich bereits ebenso viele Gerüchte einer baldigen Auflösung wie mehr oder minder geeignete Gastmusiker, bis die drei mit zwei wahren Heroen der Saiteninstrumente die Gruppe kongenial komplettierten und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft unverrückbar feststellten. Die Cowboymänner waren geboren und mit ihnen das Synonym für einen Country-Stil jenseits althergebrachter Zwänge, sowie neumodischer Trendhysterie.

der eigentlichen Noten geht es vor allem darum, den jedem Stück inhärenten Raum freizulegen," mit dieser saloppen Umschreibung definiert der Leadgitarrist Blitz seine Griffbrett-Akrobatik, mit welcher der durchtrainierte Ex-Kaufhausdetektiv mit einem Faible für Hahnenkämpfe schon so manchen Musikkritiker in Extase versetzte und bei jedem Konzert dutzende junger Frauen aus der Seele spricht. "Erfolgsrezept? Das gibt es nicht. Es ist einfach die Dynamik. Darauf kommt es an", Mighty Mick weiß, wovon er spricht. Verkörpert der bilingual aufgewachsene Bassvirtuose diesen Begriff doch wie kein anderer, wobei der begeisterte Freizeitskipper mit der Wahlheimat Ganderkersee auch die ruhigen Momente des Musikerlebens zu schätzen weiß, um dann live mit schier ungebändigtem Groove durchzustarten.